Mietwagen-Rundreise Südafrika: 3 Wochen von Johannesburg bis Kapstadt

Mietwagen-Rundreise Südafrika: 3 Wochen von Johannesburg bis Kapstadt
Inhalt: Mietwagen-Rundreise Südafrika

Dieser Artikel handelt von meiner ersten Mietwagen-Rundreise durch Südafrika als Selbstfahrer. Zu zweit waren wir für etwas mehr als drei Wochen individuell ab Johannesburg mit dem Auto unterwegs. Bei der Routenplanung wollte ich natürlich wieder so individuell wie möglich vorgehen, um ja nicht nur die Mainstream-Ziele zu besuchen. Ich merkte allerdings schnell, dass in Südafrika die klassischen Destinationen ziemlich geil sind. Unsere Reiseroute bestand daher aus einem Mix von eher typischen Reisezielen und einigen Geheimtipps. Ich kann die Route für Einsteiger absolut weiterempfehlen. Die Straßen waren in gutem Zustand und die Distanzen für afrikanische Verhältnisse nie besonders lang. Viel Spaß bei meine Erfahrungsbericht zur Mietwagen-Rundreise durch Südafrika auf eigene Faust.

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Route und Kosten

Gestartet sind wir in Johannesburg und über die Panorama-Route fuhren wir recht schnell zur Safari in den Krüger Nationalpark. Die Tage dort waren bis heute eine der schönsten Erfahrungen überhaupt. Anschließend führte uns die Route durch Swaziland (heute Eswatini) und den iSimangaliso Wetland Park bis in die Drakensberge. Dabei ging es den spektakulären Sani Pass hinauf nach Lesotho. Unser Road Trip endete in Durban, die Rundreise allerdings erst später. Denn von Durban flogen noch nach Kapstadt, wo wir uns fünf Tage lang die Stadt, das Kap der Guten Hoffnung und die wundervolle Umgebung anschauten. Am Ende wurde es bei der schier endlosen Zugfahrt von Kapstadt nach Johannesburg noch einmal sehr abenteuerlich.

Tag 1: Johannesburg (Anreise) - White River
Tag 2: White River - Blyde River Canyon
Tag 3: Blyde River Canyon - Letaba Rest Camp
Tag 4: Letaba Rest Camp
Tag 5: Letaba Rest Camp
Tag 6: Letaba Rest Camp - Satara Rest Camp
Tag 7: Satara Rest Camp - Berg-en-Dal Rest Camp
Tag 8: Berg-en-Dal Rest Camp - Ezulwini
Tag 9: Ezulwini
Tag 10: Ezulwini - St. Lucia
Tag 11: St. Lucia
Tag 12: St. Lucia
Tag 13: St. Lucia - Underberg
Tag 14: Underberg (Sani Pass)
Tag 15: Underberg - Durban - Kapstadt
Tag 16: Kapstadt
Tag 17: Kapstadt
Tag 18: Kapstadt
Tag 19: Kapstadt
Tag 20: Kapstadt - Johannesburg
Tag 21: Johannesburg
Tag 22: Johannesburg (Abreise)

Mietwagen-Rundreise Südafrika, Eswatini und Lesotho

FlügeAirlineKosten p.P.
Berlin - Johannesburg*British Airways359 Euro

MietwagenAnbieterKosten p.P.
Ford Focus Ecosport*TUI Cars387

StoppDauerUnterkunftPreis p.P.
White River1 Nacht4* Oliver's Lodge & Restaurant*89,50 Euro
Blyde River Canyon1 NachtA Forever Resort*39,50 Euro
Krüger NP3 NächteLetaba Rest Camp120 Euro
Krüger NP1 NachtSatara Rest Camp45 Euro
Krüger NP1 NachtBerg-en-Dal Rest Camp40 Euro
Lobamba2 NächteLidwala Lodge*41 Euro
St. Lucia3 Nächte3* Elephant Lake Hotel*174 Euro
Underberg2 NächteJ&B Lodge*88 Euro
Kapstadt5 Nächte4* The Capital Mirage*360 Euro
Johannesburg1 NachtGuesthouse 84 on Fourth*45 Euro

EtappeVerkehrsmittelKosten p.P.
Durban - Kapstadt*Flugzeug80
Kapstadt - JohannesburgZug39

==> 3 Wochen Mietwagen-Rundreise Südafrika Gesamtpreis: 1573,50 Euro p.P.

Anreise nach Johannesburg

2018 wohnten wir noch in Berlin, sodass wir von Tegel aus starteten. Mit British Airways ging es über den Airport-Hub Heathrow nach Johannesburg. Der Langstreckenflug von London über Nacht nach „Joburg“ im A380 war einer der besten Economy-Flüge, die ich je hatte. Wir saßen im oberen Bereich, in dem es nur 2-4-2 Sitzreihen gibt. So hatten wir niemanden Drittes in unserer Reihe. Auch sonst ist im oberen Teil deutlich mehr Platz für Füße und Arme vorhanden, als im unteren Bereich des A380.

Relativ entspannt kamen wir also früh morgens in Johannesburg an. Der Flughafen ist ziemlich übersichtlich. Direkt in der Ankunftshalle kauften wir uns zwei SIM-Karten, um im Notfall auf Google Maps zurückgreifen zu können. Direkt danach holten wir im selben Gebäude unseren Mietwagen ab. Das war ein Ford Focus Ecosport, kein echter SUV, aber ihr sitzt höher als in der Kompaktklasse. Besonders für Safaris ist das von Vorteil.

Mietwagen-Rundreise Südafrika: Welcher Mietwagen für Safari Im Krüger Nationalpark? Unser Ford Focus Ecosport
Der Ford Ecosport war als Mietwagen für unsere Rundreise eine gute Lösung.

1. Etappe: Johannesburg – Blyde River Canyon

Schon auf der Fahrt von Johannesburg nach White River wurde die Strecke zum Ende hin etwas kurviger und führte durch das ein oder andere Tal. Nach etwa 4 Stunden Fahrt legten wir unsere erst Nacht in Oliver’s Lodge & Restaurant* im kleinen Ort White River ein. Im Hotelpool erholten wir uns vom Flug und gingen früh schlafen.

Am zweiten Tag führte uns die Fahrt über die sogenannte Panorama-Route zum Blyde River Canyon. Die Schlucht ist bis zu 800 Meter tief und fast 20 Kilometer lang. In der Mitte fließt der Blyde River, der dem Tal seinen Namen gegeben hat. Praktischerweise führt die Landstraße R532 durchgehend an den westlichen Rändern des Canyons entlang und bietet unterwegs immer wieder tolle Viewpoints. Der eigentliche Canyon beginnt östlich des Ortes Moremela und führt nach Norden bis zum Blyde River Nature Reserve. Aber auch schon im unteren Teil der R532 gibt es einige großartige Aussichtspunkte, Wasserfälle und Wanderwege.

Unser Ziel auf dieser Etappe war das „Blyde River Canyon, A Forever Resort“, das einfach ein perfekter Ort für die nächste Zwischenübernachtung war. Die riesige Anlage besitzt eigene Wanderwege, die vollkommen sicher entlang des Canyons führen und den besten Blick auf die spektakulären Three Rondavels bieten. Mehr Infos zu den Highlights und zum Resort findet ihr im Extra-Artikel.

🚗 Strecke vom Hotel in White River zum Forever Resort: 131 km

⏱ Fahrtdauer der Etappe: 5 Stunden (mit verschiedenen Foto-Stopps)

🌙 Empfohlene Aufenthaltsdauer am Blyde River Canyon: 1 Nacht

🏨 Unterkunft: Blyde River Canyon, A Forever Resort (Chalet ab 79 Euro)*

2. Etappe: Blyde River Canyon – Letaba Rest Camp

Im Forever Resort machten wir uns am Morgen ein schnelles Frühstück, einen Kaffee und los ging es in Richtung Krüger Nationalpark. Bei der Ausfahrt aus dem Resort fiel uns auf, dass wir das erste Mal tanken sollten. Das übernimmt in Südafrika freundlicherweise immer ein Stewart, der dafür ein paar Rand bekommt. Die Tankfüllung könnt ihr easy mit Kreditkarte zahlen. Die Straße nördlich des Resorts war traumhaft leer und führte über die Hänge des Canyons in eine flache Ebene.
 
Nach gut zwei Stunden Fahrt erreichten wir das Phalaborwa Gate zum Krüger Nationalpark. An jedem Gate befindet sich ein Haus, in dem Arbeiter des Parks wohnen und in dem ihr einchecken müsst. Die Reservierungen für die Camps solltet ihr im Vorfeld machen und die Frau am Rezeptions-Desk wollte auch alle meine Unterlagen sehen. Gut, dass ich sie ausgedruckt hatte. Danach ging alles problemlos, wir zahlten den Parkeintritt (25 Euro für jeden Tag, an dem wir uns im Park aufhalten) und bekamen innerhalb weniger Minuten unseren Passierschein. Am Gate fragte mich der Kontrolleur noch, ob wir Waffen dabei hätten. Ich war so irritiert von der Frage, dass ich nur zögerlich antwortete. Er schien mir trotzdem zu glauben und wir fuhren weiter zu unserem ersten Stopp, dem Letaba Rest Camp, das wir nach gut 90 Minuten erreichten.

Hier blieben wir für drei Nächte und erkundeten die Umgebung. Die Pirschfahrten am frühen Morgen und am späten Nachmittag waren ein Traum. Wir sahen Elefanten, Giraffen, Löwen, Büffelherden, Hyänen und jede Menge Antilopen. Das Letaba Rest Camp entpuppte sich zu unserem Lieblingscamp. Im folgenden Artikel erfahrt ihr warum. Außerdem fasse ich zusammen was ihr bei der Buchung beachten müsst, welche Camps es gibt und wie ihr bei der Safari-Planung vorgeht.

🚗 Strecke vom Blyde River Canyon Resort zum Letaba Rest Camp: 187 km

⏱ Fahrtdauer der Etappe: 3:30 Stunden (inklusive Check-In am Phalaborwa-Gate) 

🌙 Empfohlene Aufenthaltsdauer im Letaba Rest Camp: 2-3 Nächte

🏨 Unterkunft: Letaba Rest Camp (80 Euro/Nacht)

3. Etappe: Letaba Rest Camp –  Satara Rest Camp

Früh morgens warfen wir die Schlüssel für unser Rondavel in die Key-Box am Camp-Gate und machten uns auf in Richtung Süden. Das Ziel unserer Etappe heute war das Satara Camp. Allerdings fuhren wir nicht auf direktem Wege, sondern über sogenannte Loops. Dabei handelt es sich um kleine Rundwege, meistens Schotterstraßen, die quer durch den Park, aber am Ende wieder auf eine Hauptstraße führen.
 
Unser Loop führte uns entlang des Timbavati Rivers, wo wir viele Hippos, Gnus, Impalas, Elefanten und Vögel sahen. Kurz vor dem Satara Camp wurde es auf einmal wild. An einem Wasserloch tummelten sich Kudus, Geier, Affen, Zebras, Giraffen und Elefanten. Noch krasser war aber eine Löwendame, die sich einfach auf dem Asphalt sonnte, sodass kein Auto für eine Stunde lang vorbeifahren konnte.
 
Gegen 14 Uhr erreichten wir das Satara Camp. Dort waren wir etwas enttäuscht, denn unser Rondavel lag in einer nicht schönen Ecke und war ziemlich abgewohnt. Insgesamt war das ganze Camp nicht so sauber geführt wie das Letaba Camp. Der Pool war leer und selbst das Restaurant war qualitativ schlechter. Dafür verläuft östlich des Camps die S100, eine der besten Safari-Straßen im ganzen Park. Hier konnten wir live dabei sein, wie ein Löwe ein Zebraherde angriff, am Ende aber leer ausging.3. 

🚗 Strecke vom Letaba Rest Camp zum Satara Rest Camp: 116 km

⏱ Fahrtdauer der Etappe: 5 Stunden (mit Tierbeobachtungen am Timbavati River)

🌙 Empfohlene Aufenthaltsdauer im Satara Rest Camp: 1 Nacht

🏨 Unterkunft: Satara Rest Camp (90 Euro/Nacht)

Krüger Nationalpark: Gepard Safari

4. Etappe: Satara Rest Camp – Berg-en-Dal Rest Camp

Noch früher als am Vortag verließen wir unsere Unterkunft und machten uns weiter auf in Richtung Süden. Das Ziel hieß Berg-en-Dal, ganz im Süden des Kruger Nationalparks. Das Camp ist schon etwas älter, aber die Lage in den Bergen reizte uns sehr. Das erste Stück bis zum Skukuza Camp fuhren wir nur auf der Hauptstraße. Am Straßenrand entdeckten wir mehrere Hyänen-Rudel, Giraffen und Zebras. Der Himmel war bedeckt, die Bäume wurden deutlich kahler. Es erinnerte ein bisschen an das Schattenland aus König der Löwen

Am Skukuza Camp frühstückten wir etwas. Es ist das größte aller Camps und hier ist eine Menge los. Schon auf den letzten Kilometern war viel Stau. Im Camp waren viele Tagestouristen, die nur für einen schnellen Blick auf die Big Five im Park sind. Hier gefiel es uns überhaupt nicht. Umso schneller machten wir uns wieder auf den Weg. Die Straße südlich des Skukuza Camps wurde schon nach wenigen Kilometern leerer. Wir bogen in einen größeren Loop ein und hatten die Tiere wieder für uns alleine. In Richtung Süden wurde es deutlich steiniger und die Landschaft schroffer. Gegen 14 Uhr erreichten wir das Berg-en-Dal Camp

Die Cottages hier sind schon etwas abgewohnt, aber super gemütlich und sehr geräumig. Diese traditionelle Art des Camps gefiel uns super gut. Nachdem wir die Rhino Trails im Camp erkundet hatten, fuhren wir noch einmal auf Pirsch und sahen mehrere Naßhörner und eine riesige Büffelherde. Hier oben in den Bergen war kaum ein anderes Auto zu sehen. Selbst beim Abendessen im Restaurant waren nur wenige andere Besucher zu Gast.

🚗 Strecke vom Satara Rest Camp zum Berg-en-Dal Camp: 183 km

⏱ Fahrtdauer der Etappe: 7 Stunden (inklusive Stopps und Umwege über diverse Loops)

🌙 Empfohlene Aufenthaltsdauer im Berg-en-Dal Rest Camp: 1 Nacht

🏨 Unterkunft: Berg-en-Dal Rest Camp (80 Euro/Nacht)

Mietwagen-Rundreise Südafrika: Hyäne Krüger Nationapark
Wie das Schattenland aus König der Löwen: Eine Hyäne am frühen Morgen auf Nahrungssuche

5. Etappe: Berg-en-Dal-Camp – Ezulwini Valley

Am Morgen unserer Abreise waren wir ziemlich wehmütig. Vor allem als wir das Malelane Gate ein paar Kilometer südlich vom Berg-en-Dal-Camp passierten und den Kruger Nationalpark endgültig hinter uns ließen. Unser Ziel an diesem Tag war Swaziland, das sich kurz zuvor in Königreich Eswatini umbenannt hatte. Auf unserer Route in Richtung Küste hatte ich mir das Land als Zwischenstopp ausgesucht und nach einer ausgiebigen Recherche entschieden wir uns für das Ezulwini Valley als Übernachtungsort.

Die Fahrt bis zum Grenzposten in Jeppes Reef war unspektakulär und auch der Grenzübertritt ging super easy. Einmal Ausreisestempel auf südafrikanischer Seite, Grenzübertritt und Einreisestempel auf eswatinischer Seite, schon waren wir in Swaziland. Bei der Einreise mussten wir noch unsere Fahrzeugpapiere und die Versicherungspolicen für Swaziland vorzeigen.

In Swaziland bzw. Eswatini ist ebenfalls Linksverkehr. Allerdings fuhr ich noch aufmerksamer, da ich kurz vorher gelesen hatte, dass zwei der letzten drei Verkehrsminister des Landes bei Autounfällen starben. Und es war tatsächlich so, dass einige Autofahrer selbst in kurvigen Bereichen die Straße mit einem Formel-1-Kurs verwechselten. Mich überholte irgendwann ein Schwertransport bei Tempo 100 trotz Schlaglöchern. 
Ansonsten war die Strecke auf der MR1 sehr schön und führt durch Wälder und Berge. Kurz vor der Hauptstadt Mbabane wird die Straße sechsspurig und verkehrsreicher. Unsere Unterkunft lag etwas südlich in der alten Königshauptstadt Lobamba. Die wunderschön gelegene Lidwala Lodge entpuppte sich als idealer Ausgangspunkt, um die Highlights im Ezulwini Valley zu besuchen. 

🚗 Strecke vom Berg-en-Dal Camp zur Lidwala Lodge: 257 km

⏱ Fahrtdauer der Etappe: 3:45 Stunden (inklusive Grenzübergang in Jeppes Reef)

🌙 Empfohlene Aufenthaltsdauer im Ezulwini Valley: 2 Nächte

🏨 Unterkunft: Lidwala Lodge (Cottage ab 41 Euro/Nacht)*

6. Etappe: Ezulwini Valley –  Santa Lucia

Die nächste Etappe führte uns zurück nach Südafrika. An der Südküste der Provinz KwaZulu-Natal liegt die Kleinstadt Santa Lucia. Das ist der Ausgangspunkt, um die iSimangaliso Wetlands zu besuchen. Dabei handelt es sich um das zweitgrößte Naturschutzgebiet Südafrikas – hinter dem Kruger Nationalpark.

Für die Fahrt hätten wir mehrere Grenzübergänge zur Auswahl gehabt. Unsere Rezeptionistin in der Lidwala Lodge empfahl uns den Grenzübergang Lavumisa zu nehmen und über die MR8 zu fahren. Alle anderen Straßen seien in keinem guten Zustand. Der Tipp war super. Denn die Fahrt verlief einwandfrei und am Grenzübergang in Lavumisa war nur ein anderes Auto vor uns an der Reihe, sodass wir keine 15 Minuten für die Formalitäten brauchten.

In Südafrika war die Straße sogar noch besser, wenn auch recht unspektakulär. Nach einer kurzen Pause nahe des Pongolapoort Nature Reserves erreichten wir schon gegen 14 Uhr unsere Unterkunft in St. Lucia, das Elephant Lake Hotel.
St. Lucia ist recht touristisch, was aber auch verständlich ist, schließlich liegen nur wenige größere Orte in dieser Gegend und der Eingang zum iSimangaliso Wetland Park direkt nebenan. Wir verbrachten drei tolle Tage in St. Lucia, fuhren durch die Wetlands und beobachteten Hippos bei einer Bootstour zum Sonnenuntergang. Am zweiten Tag sahen wir sogar Wale vor der Küste mit bloßem Auge vom Strand aus. 

🚗 Strecke von der Lidwala Lodge nach Santa Lucia: 327 km

⏱ Fahrtdauer der Etappe: 4:30 Stunden (inklusive Grenzübergang am Lavumisa)

🌙 Empfohlene Aufenthaltsdauer in St. Lucia: 3 Nächte

🏨 Unterkunft: 3* Elephant Lake Hotel (DZ ab 58 Euro/Nacht)*

7. Etappe:  Santa Lucia – Underberg

Als ich unsere Reiseroute geplant hatte, überlegte ich zunächst, ob es das einfachste wäre, wenn wir von St. Lucia direkt nach Durban zum Flughafen fahren würden. Allerdings entdeckte ich dann in meinem Reiseführer* die Möglichkeit den Sani Pass nach Lesotho hochzufahren. Zwar benötigt man dafür einen Allradwagen, aber aus den angrenzenden Orten Underberg und Himeville gibt es verschiedene Angebote, bei denen euch 4×4-Pick-Ups den spektakulären Pass an einem Tag hinauf und wieder hinunter fahren. Auf dem Gipfel überquert ihr die Grenze nach Lesotho und besucht den „Highest Pub in Africa“ in fast 3.000 Metern Höhe.

Also machten wir uns auf nach Underberg. Der kleine Ort liegt am Fuße der Drakensberge und war eine gute Basis für den Besuch am Sani Pass. Die Fahrt führte zunächst über Durban nach Pietermaritzburg. Hier verließen wir die Autobahn und fuhren eine traumhafte Landstraße bis nach Underberg. Wir wohnten in einem wunderschönen Apartment mit Blick auf die Drakensberge und besuchten am folgenden Tag den Sani Pass in Lesotho.

🚗 Strecke von St. Lucia nach Underberg: 439 km

⏱ Fahrtdauer der Etappe: 5:30 Stunden (mit zwei kurzen Pausen)

🌙 Empfohlene Aufenthaltsdauer in Underberg: 2-3 Nächte

🏨 Unterkunft: J&B Lodge (ganze Unterkunft ab 44 Euro/Nacht)*

8. Etappe: Underberg – Kapstadt

Heute hieß es wieder früh aufstehen. Um 13 Uhr sollte unser Flug von Durban nach Kapstadt abheben. Der Flughafen King Shaka liegt zum Glück direkt an der Autobahn und die Fahrt von Underberg dauerte nur zweieinhalb Stunden. Am Flughafen gaben wir unseren Mietwagen ab und konnten auch schon direkt unser Gepäck aufgeben. Dank unseres Zeitpuffers hatten wir anschließend noch eine Stunde Zeit für ein ausgiebigen Lunch.

Der anschließende Flug mit Safair war angenehm und dauerte nur 90 Minuten. Der Anflug auf Kapstadt war sehenswert mit Blick über den Tafelberg.
Am Flughafen führt nach der Gepäckabholung ein Wegweiser direkt zu den offiziellen Taxi-Ständen. Sehr praktisch und sicher. Für 250 Rand (14 Euro) nahmen wir ein Taxi zu unserem Hotel, dem Capital Mirage. Hier hatten wir ein wunderschönes Apartment mit Blick über Tafelberg, Lions Head und das Bo-Kap-Viertel. Dank des kostenfreien Shuttles zur Waterfront, war das Hotel ein ideale Ausgangsbasis, um an fünf Tagen Kapstadt und Umgebung zu entdecken.

🚗 Strecke von Underberg zum Flughafen Durban: 209 km

⏱ Fahrtdauer der Etappe: 2:30 Stunden

✈️ Fluginfos Durban-Kapstadt: Flugzeit 90 Minuten // Flugpreis: 80 Euro p.P. 

🌙 Empfohlene Aufenthaltsdauer in Kapstadt: 5 Nächte

🏨 Unterkunft: 4* The Capital Mirage (Suite mit Balkon & Tafelbergblick ab 72 Euro/Nacht)*

9. Etappe: Kapstadt – Johannesburg

Unsere letzte Etappe entpuppte sich nochmals als echtes Abenteuer. Mit dem Zug fuhren wir von Kapstadt bis nach Johannesburg. Natürlich fuhren wir nicht mit dem Luxus-Zug von Rovos Rail, sondern mit dem normalen „Schnellzug“ von Shosholoza Meyl. Abfahrt war am Morgen um 9 Uhr am Bahnhof von Kapstadt, die Ankunft sollte am nächsten Tag um 12 Uhr in Johannesburg erfolgen.

1.500 Kilometer in 27 Stunden. Das klingt im ersten Moment schon heavy, wurde aber noch länger. Die Fahrt sollte uns noch lange in Erinnerung bleiben. Warum genau, erfahrt ihr im Extra-Artikel, den ich zu unserer Fahrt geschrieben habe. So viel vorweg: Der erste Tag im Zug war der Hammer, der zweite nicht.

🚉 Strecke von Kapstadt nach Johannesburg: 1530 km

⏱ Offizielle Fahrzeit: Damals 27 Stunden, inzwischen korrigiert auf 36 Stunden

💸 Fahrpreis: 690 Rand (39 Euro) pro Person im 2er-Schlafwagenabteil

➡️ Empfehlenswertes Buchungsportal: southafricanrailways.co.za

Abreise ab Johannesburg

Wir erreichten Johannesburg erst am Abend. Unsere Unterkunft, das Melville Manor Guesthouse, vermittelte uns einen Fahrer, um uns vom Bahnhof abzuholen. Das ging problemlos. Leider ist das Manor Guesthouse inzwischen geschlossen. In der Nähe findet ihr aber gleichwertigen Ersatz. Die Lage ist sicher und der Stadtteil Melville eine gute Basis.

Am nächsten Morgen gab es ein ausgiebiges Frühstück. Unser Rückflug ab dem Tambo International Airport ging erst am Abend. Wir hatten also den Tag Zeit, um noch ein wenig die Stadt zu entdecken. Unser Fahrer brachte uns zum Startpunkt der Sightseeing-Touren und holte uns am Nachmittag auch wieder ab. So bekamen wir noch ein paar interessante Eindrücke von Johannesburg. Am Abend hob der A380 von British Airways ab und wir genossen die letzten Ausblicke über Südafrika.

🌙 Empfohlene Aufenthaltsdauer in Johannesburg: 1-2 Nächte

🏨 Unterkunft: Guesthouse 84 on Fourth (DZ ab 45 Euro/Nacht)*

Impressionen der Reise

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Afrikanische Sonnenuntergänge sind einfach der Oberhammer.
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An Wasserstellen versammeln sich oft viele verschiedene Tiere gleichzeitig.
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Skurril und gut besucht: Die Pinguine vom Boulder's Beach
Elefant Kruger Nationalpark
Ein Elefant bewirft sich mit Erde zum Schutz gegen die Sonne.
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Das Kap der Guten Hoffnung von Cape Point aus.
Highlights Panorama Route: Der Blyde River Canyon
Zum Sonnenuntergang färben sich die Sandsteine des Blyde River Canyons in ein noch schöneres Rot.
St. Lucia Crocodile Centre: Snake
Eine Grüne Mamba im Crocodile Centre, St. Lucia
Game Drive Kruger Nationalpark
Bei einem geführten Game Drive könnt ihr euch auch nach Sonnenuntergang noch außerhalb der Camps aufhalten.

WILLKOMMEN AUF ROUTENWELT

Hi, ich bin Milan. Auf meiner Seite stelle ich euch die besten Reiserouten für Backpacker vor…weiterlesen

Inhalt: Mietwagen-Rundreise Südafrika
Mietwagen-Rundreise Südafrika: Lion Kruger Nationalpark
Kruger Nationalpark – Alle Camps in der Übersicht & Tipps zur Safari-Planung

Nachdem ich beschlossen hatte eine Safari im Krüger Nationalpark zu machen, dauerte es eine halbe Ewigkeit, bis ich die begriff, wie ich einzelne Camps im Park buchen kann. Noch länger dauerte es herauszufinden, welche Camps für meine Ansprüche als Selbstfahrer mit dem Mietwagen ausreichend sein würden. Daher findet ihr in diesem Artikel eine Übersicht aller Camps im Krüger Nationalpark, Infos zu Lage und Austattung, sowie Tipps zur Buchung.

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